Veranstaltungshinweis:
Literaturwerkstatt Berlin, 19.1.2012, 20.00 Uhr
“Wieder entdeckt: Wilhelm Müller”
In Lesung und Gespräch
Maria-Verena Leistner Herausgeberin der Wilhelm-Müller-Werkausgabe und Kuratoriumsvorsitzende der Wilhelm-Müller-Stiftung, Leipzig
Richard Pietraß Autor, Berlin
Thomas Rosenlöcher Autor, Beerwalde
Moderation Norbert Hummelt Autor, Berlin
Wilhelm Müller (1794–1827) war lange Zeit ein zwar keineswegs vergessener, aber nicht eben hoch gehandelter Dichter der romantischen Schule. Bekannt ist er in erster Linie über den Umweg der Musik. Die beiden Liederzyklen von Franz Schubert, “Die schöne Müllerin” und “Die Winterreise”, sind Vertonungen seiner Gedichte. Im Urteil der Nachwelt konnten sich allerdings die Texte der Musik gegenüber nicht als gleichrangig behaupten. Zu Unrecht. Dank der zahlreichen Bemühungen der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft hat die Neubewertung des Dichters beträchtliche Erfolge erzielt. An erster Stelle ist hier die Veröffentlichung der Werkausgabe zu nennen. Mit ihr unter anderem wird Müller wieder zu der Anerkennung verholfen, die ihm seinem Range nach zukommt.
Müller verdankte seine Beliebtheit beim zeitgenössischen Publikum seinen Gedichten über den Griechischen Unabhängigkeitskrieg (der Name “Griechen-Müller” hängt ihm bis heute an) sowie den Sammlungen der Waldhornisten-Lieder. Ihnen hat Schubert die Texte für die beiden Lieder-Zyklen entnommen. Gemeinsam mit Norbert Hummelt und Maria-Verena Leistner lesen und diskutieren die Wilhelm-Müller-Preisträger Richard Pietrass und Thomas Rosenlöcher.
“Wieder entdeckt” ist eine Veranstaltungs-Reihe in der Literaturwerkstatt Berlin, die sich auf die Suche nach Solitären in der Poesiegeschichte begibt. Der Dichter Norbert Hummelt stellt sie uns im Gespräch mit Fachleuten und kundigen Menschen vor.
Mit freundlicher Unterstützung der Wilhelm-Müller-Stiftung.
(aus dem Programmheft der Literaturwerkstatt Berlin)
